Liebe Leserinnen und Leser,
wie ihr wisst, habe ich beschlossen, meinen Bart wachsen zu lassen. Es soll ein Balbo-Bart werden. Lest weiter von meinen Bartabenteuern.
Einen Bart wachsen zu lassen ist wie eine Entdeckungsreise.
Wenn du beschlossen hast, deinen Bart wachsen zu lassen, steht dir eine ungewisse Zukunft bevor. Du fängst bei null an, weißt aber nicht, welchen Weg du einschlagen wirst und wo er endet. Natürlich weißt du nicht, wie sich der Bart entwickeln wird. Wird es ein dünner, flaumiger Bart oder ein voller Wikingerbart? Wird es ein schöner, gepflegter Rasen oder eine armselige Grasfläche voller Lücken? Soll auch ein Schnurrbart dazukommen, und soll ich den Bart bis zu den Ohren wachsen lassen? Einen Backenbart will ich auf keinen Fall. Laut Youp van 't Hek ein sogenanntes „sprechendes weibliches Geschlechtsorgan“. Und dann stellt sich die Frage: Welche Bartart werde ich wählen oder welche passt zu mir? Ich bekam den Rat, ihn einfach in Ruhe wachsen zu lassen und dann zu schauen, was am besten zu einem passt. Welchen Bart du wählst, hängt auch davon ab, welche Kopfform du hast. Welche Form hat mein Kopf? Laut meiner Frau habe ich einen quadratischen Kopf. Ja, und dann muss man schauen, welcher Bart zu einem quadratischen Kopf passt. Die Auswahl ist riesig. Wenn du ein quadratisches Gesicht hast, wählst du am besten einen vollen, langen und runden Bart. Die Seiten des Barts beziehungsweise die Koteletten solltest du allerdings kurz und sauber halten. Wenn du das nicht tust, bekommst du einen sehr breiten Kopf. Der sogenannte Balbo-Bart scheint mir genau das Richtige zu sein. Das ist ein Bart mit einem freistehenden Schnurrbart, kombiniert mit einem breiten Kinnbart, der der Kieferlinie folgt, und abrasierten Koteletten. Zum Glück ist meine Frau einverstanden. Tja, sie muss den ganzen Tag dagegen anschauen.
Bärte und Rasiermesser
Wer denkt, dass man mit einem Bart nie wieder rasieren muss, liegt völlig falsch. Wenn ich nichts tue, wuchert der Bart ordentlich. Ehe du dich versiehst, steht er in alle Richtungen ab. Ich will nicht wie ein Obdachloser aussehen. Von meinem Herrenfriseur bekam ich den Rat, unter dem Kinn und an den Kiefern etwa zwei Fingerbreit Bart stehen zu lassen und den restlichen Halsbereich zu rasieren. Dadurch sieht der Bart ordentlich gepflegt aus. Bei manchen Kerlen sieht man, dass sie die Bartstoppeln auch am Hals wachsen lassen. Das muss natürlich jeder selbst wissen, aber mir gefällt das nicht. An den Wangen kannst du dich dafür entscheiden, die Bartkonturen in einer geschwungenen Linie vom Mundwinkel bis zum Ohr messerscharf zu rasieren. Ich persönlich finde das nicht besonders schön. Ich entscheide mich dafür, die Bartkanten etwas unregelmäßig nachzuarbeiten. Das passt besser zu mir. Deshalb bessere ich die Bartkonturen regelmäßig mit meinem Gillette-Rasierer nach. Es ist allerdings ziemlich umständlich. Denn die langen Barthaare verfangen sich schnell zwischen den Klingen meines Fusion-Rasierers. Rund um die 5 Klingen des Fusion befindet sich ein breiter Rand. Dadurch sieht man nicht gut, wie die Klingen rasieren. Das ist mir schon ein paar Mal passiert: Man rasiert versehentlich auf einer Seite zu viel ab, sodass die Bartkonturen nicht mehr gleichmäßig verlaufen. Sehr unpraktisch. Kurz gesagt, ich bin mit dem Rasierer noch nicht ganz zufrieden. Ich bin noch auf der Suche nach dem idealen Rasierer, um meinen Bart perfekt zu rasieren.
Saubere Bartkonturen
Normalerweise rasiere ich meinen Bart mit ein wenig Rasierschaum aus der Spraydose. Der Nachteil ist, dass man eine große weiße Wolke auf den Bart schmiert. Verdammt, man sieht nicht gut, was darunter liegt. Die Bartkanten sind nicht gut zu erkennen. Deshalb geht regelmäßig etwas schief, und ich bekomme die Kanten nicht richtig sauber hin. Zu meinem großen Ärger. Mein Nachbar ein paar Häuser weiter gab mir den Rat, ein transparentes Rasiergel zu verwenden. Dadurch hast du gleichzeitig eine Schutzschicht und gute Sicht auf die Kanten. Mensch, warum bin ich nicht selbst früher darauf gekommen? Guter Rat und völlig logisch. Ich kaufe sofort Rasiergel. Ich trage ein wenig Rasiergel auf meinen Bart auf und kann die Bartkonturen jetzt sehr präzise nacharbeiten. Perfekt. Ja, ich kriege das schon hin. Schritt für Schritt.
Es dürfte klar sein, dass mein Bartabenteuer keine straff organisierte Reise ist. Sondern eine spannende Entdeckungsreise. Fortsetzung folgt.
Johan